Vom Gegner zum Kollegen: Peillats besonderer Weg
Einst Olympiasieger mit Argentinien, jetzt deutscher Strafecken-Schütze. Die Geschichte hinter einem der ungewöhnlichsten Wechsel im Welthockey.
Gonzalo Peillat kennt das Wagener-Stadion aus einer anderen Perspektive. 2016 wurde er mit Argentinien Olympiasieger – als einer der besten Strafeckenschützen der Welt. Heute trägt er das Trikot mit dem deutschen Adler.
Der Wechsel der Nationalität sorgte für Diskussionen. Peillat, der seit Jahren in der deutschen Bundesliga spielt und die Staatsbürgerschaft annahm, ließ die Kritik an sich abprallen: „Deutschland ist mein Zuhause. Für dieses Team gebe ich alles."
Sportlich ist der Gewinn unbestritten. Neben Peillat verfügt Deutschland mit ihm über eine zweite Weltklasse-Option bei ruhenden Bällen – ein Luxus, den nur wenige Nationen haben.
Bei dieser WM könnte ausgerechnet er gegen sein altes Land treffen. Ein mögliches Wiedersehen mit Argentinien wäre erst im K.-o.-Bereich möglich.